Beschreibung

Eine ursprüngliche Kapelle soll mitten eines umfriedeten Kirchhofes gestanden haben. Dort wurden Bestattungen bis zum Jahre 1598 stattgefunden. Möglicher Weise wurde diese Kapelle in den heutigen Altarraum der Teuditzer Kirche eingebunden. Ungewöhnlich an der Teuditzer Kirche ist der Standort des Turmes an der östlichen Seite. An der Ostseite des Altarraumes befindet sich ein kleines Fenster. Es wird angenommen, dass sich noch zwei gleichgroße Fenster ja nach Norden und Süden befunden haben.

Der zur Zeit älteste Nachweis zum Bestand der Kirche befindet sich in der Schrift des vulpius "Megalurgica Martisburgica", welche 1700 erschien.

 

Der Kirchturm

Das Baujahr und der Bauherr des Turmes sind unbekannt. Das unter dem quadratischen Ostquerturm (romanisch) liegende Geschoss bildet den Chor bzw. Altarraum , der sich zum Schiff in einen runden Triumpbogen öffnet.

Der Turm der Teuditzer Kirche ist mehrere Male vom Blitz getroffen worden.

In den Morgenstunden des 14. April 1945 wurde der Kirchturm schwer beschädigt. Die Reparatur erfolgte 1948 mit Friedhofsteinen.

 

Glocken

Von den 3 Glocken sind heute nur noch 2 Glocken vorhanden.

1471 wurde die mittlere Glocke gegossen. Die Innschrift dieser Glocke ist "Anno Domini MCCCCLXXIMaria Sanctus Martinus Osana". Dies würde bedeuten, dass die Kirche neben der Jungfrau Maria auch dem heilige Martin geweiht wurde. 1766 musse die Glocke auf Grund eines Sprunges umgegossen werden. In diesem Zusammenhang wurde die Inschrift in "MDCCLXVI" geändert. Diese Glocke wog 7 1/2 Zentner. Die Glocke wurde 1916 dem ersten Weltkrieg geopfert. Für seinen im Krieg gefallenen Sohn spendete ein Bauer aus Ragwitz wieder eine neue Glocke. Diese Glocke wurde im 2. Weltkrieg abgeholt, konnte aber nach Kreigsende wieder zurück gebracht werden und schlägt heute noch.

1494 wurde die große Glocke angeschafft. Sie hat einen Durchmesser von 1,02 m und trägt eine Umschrift in Minuskeln.

Die kleine Glocke hat einen Durchmesser von 0,66 m und hat eine lange altertümliche Form und trägt einerätselhafte Glockeninschrift des ganzen Kreises, vermutlich um 1200. Am 20.07.1737 fiel die kleine von den drei Glocken herab.

 

Quellen: Schulchronik, "Aus Den ersten Kirchenvisitationen im Hochstifte Merseburg", Kirchenchronik