Kirchen Bad Dürrenberg

Am Sonntag, den 05.07.2020 fand um 10:00 Uhr vor der Wölkauer Kirche, im Rahmen eines Gottesdienstes im Freien, die Preisverleihung zum Wettbewerb „Goldener Kirchturm 2019“ statt.

Die Evangelische Kirche Mitteldeutschland (EKM) lobt  jährlich einen Wettbewerb aus, der das ehrenamtliche  Engagement von Kirchbauvereinen würdigen soll. Am Wettbewerb können sich  auch gemeinnützige Vereine, die sich für den Erhalt von Kirchen einsetzen, beteiligen.

Der Heimat und Kulturverein Kreypau e.V. hat über eine kleine Pressemeldung in der Mitteldeutschen Zeitung im Januar davon erfahren, die Chance ergriffen und sich beworben.

Mit großer Freude haben wir erfahren, dass die Jury sich einstimmig dafür ausgesprochen hat, aus den 34 Bewerbungen den 2. Preis des Wettbewerbs unserem Heimat und Kulturverein zu verleihen. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 1.500 Euro dotiert! Der 1. Preis ging an den Förderkreis Kirche Dautzschen, im Kirchenkreis Wittenberg. Ein weiterer Preisträger ist der Kirchbauverein St. Salvator Klein Mühlingen e.V. im Kirchkreis Egeln.

In der Begründung für die Preisverleihung für unseren Heimat und Kulturverein Kreypau e.V. heißt es: 

„...Sie setzen sich als Verein im Dorf für die Kirche und Kultur unter Einbeziehung des ganzen Ortes ein. Die Wölkauer Kirche wurde aus dem Dornröschenschlaf wieder erweckt und Sie sind dabei, die Kirche zu einen zentralen Treffpunkt zu machen. Sie konnten viele Wölkauer zu Spenden und zur Mitarbeit gewinnen und somit Identifikation schaffen. Mit sehr viel Einsatz haben Sie die Kirche mit ihrem Sternenhimmel wieder erstrahlen lassen und so das Miteinander im Dorf befördert.“

 

Ursprünglich sollte die Preisverleihung bereits am 04.04.2020 in Halberstadt stattfinden. Doch dann kam Corona dazwischen. Kurzfristig hat sich die EKM entschieden, die Preisverleihung in unserer Kirche durchzuführen und hat dazu auch die anderen Preisträger eingeladen.

Propst Christoph Hackbeil, Regionalbischof des Propstsprengels Stendal- Magdeburg,  würdigte in Beisein von Referatsleiterin Elke Bergt der EKM aus Erfurt die geleistete Arbeit der Vereine. Neben den Preisträgern waren auch Pfarrer Worbes mit Vertretern des Gemeindekirchenrates Bad Dürrenberg, Frau Dr. Hagenau, Bürgermeisterin von Leuna sowie der Ortsbürgermeister Peter Engel zu Gast. 

Das größte Dankeschön geht an Malermeister i.R. Herrn Gerald Hartmann aus Merseburg. Ohne ihn hätte der Innenausbau unserer Kirche nie stattfinden können. Er hat sich unentgeltlich und federführend für die Sanierung der Wölkauer Kirche zur Verfügung gestellt, die Absprachen mit der Kirchengemeinde Bad Dürrenberg und dem Denkmalschutz geführt. Seit dem Frühjahr 2019 bis heute hat er über 2.000 unentgeltliche Arbeitsstunden  in unserer Kirche geleistet. Unterstützung fand er durch Herrn Heinfried Berger, der ebenfalls viele Wochen unentgeltlich mitgearbeitet hat. Wir danken außerdem ganz herzlich unseren engagierten Einwohnern für ihre Hilfe bei gemeinsamen Arbeitseinsätzen und allen Sponsoren. Sie haben durch ihre Hilfe und Unterstützung maßgeblich zu dem Erfolg beigetragen. 

Das Preisgeld erlaubt uns nun tatkräftig weiter an unserer Kirche zu arbeiten, indem wir notwendige Materialkosten abdecken können.

Im Namen des Heimat und Kulturverein Kreypau e.V

Steffi Berger

 

In den letzten 2 Jahren ist die Wölkauer Kirche mit viel Liebe wieder restauriert worden. Zum Tag des offen Denkmals war eine große Einweihungsfeier zum Abschluss der Innenrenovierung der Wölkau Kirche geplant. Sehr gern hätten wir im Rahmen einer großen Dankeschön Veranstaltung allen Interessierten unserer Region die Kirche geöffnet und uns ganz herzlich bei allen tatkräftigen Helfern und Unterstützern bedankt. Leider war das Corona bedingt nicht möglich.

Um den aktiven Helfern und Unterstützern trotzdem ein Dankeschön aussprechen zu können, hat die Evangelische Kirchgemeinde Bad Dürrenberg am 13. September um 15 Uhr eine festliche Andacht durchgeführt. Entsprechend der Corona Vorschriften konnten dazu nur die Sponsoren und tatkräftige Helfer bei der Sanierung eingeladen werden. Deshalb erfolgte auch  keine Vorankündigung über die Presse.

Wir werden im nächsten Jahr auf alle Fälle – offen für Alle – eine entsprechende Feier nachholen!

 

Im feierlichen Rahmen, mit musikalischen Unterstützung der Bläsergruppe Wüsteneutzsch unter Leitung von Herrn Springer wurde durch Pfarrer Herrn Worbes die Andacht durchgeführt. Die Kirche war durch Wölkauer Einwohner und der Familie Hartmann sehr festlich geschmückt. Einige unserer Hauptsponsoren, Angehörige der Familie Hagemann und Gröhl - früher in Wölkau ansässig – sind trotz hohem Alter aus den Altbundesländern angereist. Sie waren - genau wie die anderen Teilnehmer - überwältigt, in welchem Glanz unsere Kirche mit ihrem Sternenhimmel, renovierten Altar und dem gesamten Innenraum, einschließlich Fußboden wieder erstrahlt.

 

  Dem Malermeister i.R. Herrn Hartmann aus Merseburg haben wir das Werk zu verdanken. Er gab einen kurzen Abriss über den Werdegang der Innensanierung, nachdem die Kirche durch Initiative der Kirchgemeinde Bad Dürrenberg in Folge der gravierenden Hochwasserschäden eine Stabilisierung des Kirchengebäudes erfahren hatte.

Er übergab symbolisch den Schlüssel zur renovierten Kirche an Pfarrer Herrn Worbes. 

Auf Nachfrage seitens der Gäste gab Herr Hartmann einen Einblick auf Restarbeiten, die im Herbst noch erledigt werde. Darüber hinaus wäre es ein großer Wunsch, im nächsten Jahr die Kirche mit Turm von Außen neu zu verfugen. Die Entscheidung dazu hängt nicht nur von der Kraft zur weiteren Arbeit ab. Es bedingt auch, das die notwendigen Geldmittel dafür über Sponsoring erreicht werden können. Sehr ergreifend war im  Anschluss die Verlesung eines Aufsatzes durch die Enkeltochter von Herrn Hartmann. Diesen hat die damals 13 jährige Schülerin -Rosemarie Hagemann – 1927 über die Wölkauer Kirche geschrieben. Dieser Aufsatz wurde 1928, ein Jahr nach dem so frühen Tod der Rosemarie in den Bad Dürrenberger Heimatblättern veröffentlicht. Nach diesen Überlieferungen war es Herrn  Hartmann möglich, die Kirche in vielen Details der damaligen Zeit wieder  zu sanieren. Als Dankeschön und Erinnerung an Rosemarie Hagemann wurde als Abschluss der Andacht auf dem noch vorhandene Grab auf dem Wölkauer Friedhof ein Blumenstrauß niedergelegt.

 

Der Heimat und Kulturverein Kreypau e.V bedankte sich von ganzem Herzen bei Herrn Hartmann für die geleistet Arbeit. Unglaubliche ca. 2300 Stunden sind bei der Restaurierung der Kirche geleistet wurden. Als Dankeschön überreichte der Vorstand des Vereins Präsente an Herrn Hartmann. Die Familie Reinhardt aus Wölkau ehrte Herrn Hartmann ebenfalls und übergab eine Gedenktafel mit folgender Inschrift;

„Kirchenraum und Altar restauriert2019 – 2020  Restaurator Malermeister Gerald Hartmann aus Merseburg“

 

Diese Tafel erhält einen Ehrenplatz in der Wölkauer Kirche.

Ebenfalls sehr emotional war die Fürbitte, die von verschiedenen Sprechern, inklusive  Mitgliedern der Fam. Hagemann, Gröhl und Tochter und Enkeltochter der Fam. Reinhardt vorgetragen wurde.

Jeder Teilnehmer erhielt zum Abschluss ein Agapemahl zum Mitnehmen. Agape (griechisch) bedeutet Liebe. Eine Liebe zum Mitmenschen, die sich darin zeigt, dass Freuden und Sorgen, Brot und Wein geteilt werden.

Nun ist die Kirche Wölkau für Veranstaltungen offen. Es können sowohl kirchliche als auch weltliche Veranstaltungen in dieser wunderschön renovierten Kirche stattfinden.

Im Namen des Heimat und Kulturverein Kreypau e.V

 

Steffi Berger

Heimat und Kulturverein Kreypau e.V.

 

 

Wegen Corona konnte nur vor der Kirche kräftig gesungen werden. In Bezug auf das bemalte Tonnengewölbe erklang das Lied: Weißt du wieviel Sternlein stehen.

Die Enkelin vom Malermeister Gerald Hartmann legt einen Blumenstrauß ab am Grab von Rosemarie Hagemann.  Sie hatte in einem detalierten Aufsatz die Kirche Wölkau beschrieben. Dieser Aufsatz war eine wichtige Hilfe bei der Restaurierung.