Kirchenmusik und Corona

Liebe Gemeindemitglieder,
kein Chor, keine Posaunen, keine Schüler, keine Kindergartengruppen..... was bleibt an Kirchenmusik noch übrig, wenn nichts stattfinden darf? Ich kann mir vorstellen, dass sich so mancher diese Frage stellt, und möchte daher einen kleinen Einblick in meine derzeitige Arbeit geben. Tatsächlich ist es auch ohne Corona so, dass ca. 70% meiner Kantorentätigkeiten im Arbeitszimmer stattfinden, momentan liegt dieser Anteil bei ca. 95%. Was mache ich nun also? Natürlich übe ich verschiedene Instrumente – da ist tatsächlich momentan die Gelegenheit, das etwas ausführlicher zu tun. Gottesdienste und Veranstaltungen werden trotzdem geplant und organisiert, wenn auch unter Vorbehalt. Alternativ zu den Chorproben bin ich derzeit per Video unterwegs: Für meine Chöre singe ich Lieder zum mitsingen ein, zu den Liedern für den Weltgebetstag gibt es sogar kleine Video-Proben. Da bin ich, als kompletter Laie auf dem Gebiet, mit Technik vorbereiten, aufnehmen (Es braucht eine Menge Versuche, bis ein Lied zur Zufriedenheit aufgenommen ist!), bearbeiten und hochladen ganz ordentlich beschäftigt. Es ist aber eine schöne Herausforderung, so etwas mal zu wagen, und so kann ich auch auf diesem Wege für meine Chöre da sein – damit haben wir etwas gemeinsames, auch wenn jeder bei sich zu Hause singt. Wann wir uns wieder zum singen und musizieren treffen dürfen, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar. Ich werde aber alles tun, damit es nicht zu still in den Gemeinden bleibt.
Mit musikalischen Grüßen Ihre Kantorin Christine Heydenreich